Was passiert beim Magenbypass mit dem Restmagen?
Er bleibt im Körper, ist aber stillgelegt: Die Nahrung läuft über die kleine Magentasche direkt in den Dünndarm. Der Restmagen bleibt über den Dünndarm mit dem Verdauungstrakt verbunden, sodass seine Verdauungssäfte weiter abfließen und etwas später zum Speisebrei kommen. Das unterscheidet den Bypass vom Schlauchmagen, bei dem ein Großteil des Magens entfernt wird.
Ab welchem BMI kommt ein Magenbypass infrage?
Wir empfehlen den Magenbypass ab einem BMI über 45, in Ausnahmefällen auch darunter. Für eine Magen-OP gilt bei uns ein BMI um 40 als Untergrenze.
Wie lange dauert eine Magenbypass-OP?
Die Operation dauert etwa 120–150 Minuten und findet in Vollnarkose statt – in Schlüssellochtechnik, also über wenige kleine Einstiche statt eines großen Bauchschnitts. Zurück bleiben 3 kleine Narben, etwa so groß wie ein kleines Muttermal.
Wie ist der genaue Ablauf einer Magenbypass-OP?
Vorab klärt eine gastroenterologische Voruntersuchung, ob etwas gegen die OP spricht. Der Eingriff erfolgt laparoskopisch in Vollnarkose. Danach bleiben Sie in der Regel 1–3 Nächte stationär, betreut von erfahrenem Pflegepersonal; vor der Entlassung folgen einige Blutuntersuchungen. Für eine gute Heilung ist danach 4–6 Wochen lang eine spezielle flüssigkeitsbasierte Nahrung vorgegeben. Nach einer gastroenterologischen Kontrolluntersuchung bauen Sie Ihre Ernährung mit unseren Coaches schrittweise bis zum Normalzustand wieder auf.
Wann kann ich nach dem Bypass wieder arbeiten?
Rechnen Sie damit, etwa 14 Tage nicht gesellschafts- und arbeitsfähig zu sein. In der Klinik bleiben Sie 1–3 Nächte; wann Sie körperlich wieder voll belastbar sind, besprechen wir individuell mit Ihnen.
Wie viel nimmt man mit einem Magenbypass ab?
Das lässt sich vorab nicht sicher sagen: Ergebnisse sind individuell verschieden. Sie hängen von Ihrem Ausgangsgewicht und Stoffwechsel ab, davon, wie konsequent Sie Ernährung und Bewegung umstellen, und davon, ob Sie die Nachsorge wahrnehmen. Gedacht ist der Bypass für Menschen mit großem Abnehmziel, meist deutlich mehr als 40 kg. Welches Ziel für Sie realistisch ist, besprechen wir offen mit Ihnen.
Was ist der Unterschied zwischen Roux-en-Y- und Omega-Loop-Bypass?
Beides sind Varianten des Magenbypasses. Beim Roux-en-Y-Bypass wird der Dünndarm in Form eines Y neu verbunden. Der Omega-Loop-Bypass (OLB) wird oft Mini-Bypass genannt, ist aber keineswegs „mini“, sondern mindestens genauso invasiv. Welche Variante bei Ihnen sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen.
Kann man einen Magenbypass rückgängig machen?
Theoretisch ja, denn anders als beim Schlauchmagen wird kein Teil des Magens entfernt: Der Restmagen bleibt im Körper. Eine Rückverlegung ist aber sehr aufwendig und mit Risiken verbunden, deshalb ist der Bypass als dauerhafte Lösung angelegt. Treten Probleme auf oder lässt die Wirkung nach, sind gezielte Anpassungen möglich, etwa mit Weight Doctors® REVISION.
Was kostet ein Magenbypass?
Der Magenbypass gehört zu Weight Doctors BARIATRICS®, für Selbstzahler ab 15.900 €, inklusive privatärztlicher Vor- und Nachsorge. Eine Ratenzahlung über Cosmetic Finance ist möglich. Alle Preise im Überblick: Kosten & Preise.
Ist der Bypass bei Sodbrennen besser als der Schlauchmagen?
Bei einer bestehenden Refluxerkrankung raten wir vom Schlauchmagen ab; dann ist der Bypass oft die sinnvollere Wahl. Auch wenn nach einem Schlauchmagen Reflux auftritt, kann eine Umwandlung in einen Bypass infrage kommen – mehr unter Reflux nach Schlauchmagen.
Was muss ich nach einem Gastric Bypass beachten?
Der Bypass verändert Ihre Verdauung grundlegend. Lebenslang nehmen Sie deshalb Nahrungsergänzungsmittel ein, um einer Mangelernährung vorzubeugen: täglich Multivitaminpräparate, je nach Blutwerten auch Vitamin-D-, Vitamin-B-, Eisen- und Kalziumpräparate. Langfristig sind die Ergebnisse besser, wenn Sie sich gesund ernähren, die Präparate regelmäßig einnehmen und Ihre Blutwerte kontrollieren lassen.
Wie verhindere ich, nach dem Bypass wieder zuzunehmen?
Der Bypass ist ein starkes Hilfsmittel – wie dauerhaft das Ergebnis ist, entscheidet aber auch Ihr Alltag. Die häufigsten Gründe für eine erneute Zunahme sind Bewegungsmangel, ständiges Snacken, Fast Food sowie zuckerhaltige, Light- und alkoholische Getränke. Ihr Weight Doctors® Team unterstützt Sie mit Ernährungs- und Bewegungsangeboten, persönlich und in der App.
Gibt es Risiken im Zusammenhang mit einer Magenbypass-OP?
Ja, wie bei jeder Operation. Dazu gehören: Infektion durch austretende Magensäfte in die Bauchhöhle, Wundinfektionen an den Einstichstellen, Schwächung der Bauchwand oder Bauchwandhernien, Gallenblasenerkrankungen oder Gallensteine durch den schnellen Gewichtsverlust, Blutgerinnsel mit möglicher Lungenembolie sowie Vitaminmangel, dem Präparate, Nachsorge und Blutkontrollen vorbeugen können. Wie bei jeder Operation können lebensgefährliche Notsituationen eintreten, etwa durch die Narkose oder eine unentdeckte Komplikation nach der OP.